PORTRAIT & GWSW
Am Anfang war ... der Wedding
Gegründet wurde das „Prime Time im Wedding“ am 3. Dezember 2003. Damals haben Oliver Tautorat (heute noch Intendant) und Constanze Behrends das Ganze aus der Taufe. „Gutes Wedding, Schlechtes Wedding“ (GWSW) ging am 10. Januar 2004 um 20.15 Uhr (zur Prime Time) erstmals über die Bühne; das Datum gilt als offizieller Geburtstag. Seitdem ist das Berliner Kult-Theater größer geworden, sowohl was Ensemble, als auch was den Platz angeht. Im heutigen Saal an der Müllerstraße 163 gibt es 230 Sitze. Außerdem ist er klimatisiert und 1A-belüftet.
Erlebnisse IN-ECHT-FLIX
Von Beginn an war uns Eines total wichtig: nahbar zu sein, das Theater von nebenan, ungekünstelt und direkt. Ein Ort, an dem die Gäste sich persönlich angesprochen, gesehen und herzlich willkommen fühlen. Oliver Tautorat begrüßt sie als sein Alter Ego „Kalle“ schon im Foyer und übt Grammatik: „Wen oder wat freu‘ ick?“, fragt er laut, und alle antworten im Chor mit dem „korrekten“ Berliner Akkusativ: „MIR!“ Popcorn, Tortilla Chips, Eis und Getränke dürfen mit in den Saal: für das gemütliche Couch-Feeling. So schaffen wir unsere spezielle Atmosphäre … IN-ECHT-FLIX!
GWSW einzigartig
„Gutes Wedding, Schlechtes Wedding“ ist weltweit einzigartig: Seit mehr als zwei Jahrzehnten läuft die Sitcom erfolgreich, hat Fans der ersten Stunde und bekommt immer wieder neue dazu. Der Einstieg ist jederzeit möglich – durch das „Was bisher geschah …“ am Anfang jeder Folge. So lernen selbst Neulinge schnell Handlungsstränge und Figuren kennen, so vielfältig, speziell und skurril sie auch sein mögen. Die Schauspieler*innen übrigens verkörpern jeweils gleich mehrere Charaktere. Dabei gehen sie nicht selten von einem Extrem ins andere – und das immer mit viel Herz und Humor.
Sitcom-Folgen und Komödien
Themen sind „klassische“ Sitcom-Stoffe: Liebe, Drama, Zoff, Versöhnung, Freund- und Nachbarschaft – garniert mit jeder Menge Berliner Charme, Wortwitz und Irrsinn. Manches erinnert entfernt an Film, TV oder Literatur. Anderes ist richtig dran angelehnt, zum Beispiel einige Komödien, die selbstständig neben den eigentlichen Sitcom-Folgen stehen. Sie spielen im wilden Westen, bei Pirat*innen, im Strandbad oder auf dem Campingplatz. Die Bond-Persiflage „Keine Zeit für Piccolo“ war sogar im Kino zu sehen.
Rettung, Um- und Ausbauten
Im Sommer 2019 war es mal ganz knapp fürs Prime Time Theater; da drohte das Aus. Aber zum Glück rettete uns in allerletzter Sekunde ein Fan: Tomislav Bucec, selbst im Wedding aufgewachsen und Geschäftsmann sowie Gründer der früheren örtlichen Druckerei Laserline und Herausgeber im eigenen RAZ Verlag. Er sorgte dann gleich noch für ein schniekes Facelift und – durch Gründung der RAZ Kultur gGmbH – für neue Strukturen. Außerdem brachte er mit dem RAZ Café neuen Schwung ins Foyer. In den Corona-Jahren konnten wir mithilfe von NEUSTART KULTUR Fördermitteln, der Überbrückungshilfe und der Soforthilfen des Landes Berlin dann auch noch unsere Lüftungsanlage auf den neuesten Top-Stand bringen. 2024 wurde der Saal überholt und tippitoppi neu bestuhlt.
"Die Nährstoffgeschichte"
Seit dem Herbst 2023 gibt es neben unserem Abendprogramm für Menschen von 8 bis 80+ auch noch „Prime Time für die Kleinen: An vielen Vor- und Nachmittagen heißt es Vorhang auf für „Die Nährstoffgeschichte“. Das Kindertheaterstück klärt lustig, rasant, originell und interaktiv über gesundes Essen und Trinken auf und ist Kooperationspartner der Berliner Ernährungsstrategie.
"Gutes Wedding, Schlechtes Wedding" ist eine eingetragene Marke der Erfinderin und Autorin der Folgen 0 bis 100, Constanze Behrends.
