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Weddingerin wird zur Hertha Schöller

In unserem neuen Stück „Schöller macht rüber“ siehst Du einige neue Gesichter auf der Bühne. Wir hatten in den letzten Monaten mehrere Castings und freuen uns wie bolle, janz tolle neue Kolleginnen und Kollegen für unser Team jefunden zu haben! Eine von ihnen ist Susanna Karina Bauer. Die 36-Jährige ist beim Wedding-Pankow-Freundschaftsmusical in der Rolle der Hertha Schöller zu sehen. Hier erfährst Du mehr über die Weddingerin.


Susanna, Du kommst ursprünglich aus Süddeutschland: Wie, wann und warum hat es Dich nach Berlin – und in den Wedding – verschlagen?

2016 bin ich zum ersten mal für eine Produktion nach Berlin gekommen und war sofort in alles in und an Berlin verschossen. Die Größe, die Leute, das Essen – alles war fantastisch und ich wusste, ich muss wiederkommen. Ein halbes Jahr später habe ich mich bei einer Produktion in einen Berliner verliebt und habe die Gelegenheit genutzt hierher zu ziehen. Erst nach Kreuzberg, dann nach Neukölln, dann nach Schöneberg und dann wieder zurück nach Neukölln. Die große Liebe wich über die Zeit einer neuen … Aber statt die Haarfarbe zu wechseln, zog ich noch mal um. Und so verschlug es mich in den Wedding.

Was magst Du am Kiez?


Der Wedding ist natürlich und unverkrampft und es gibt hier das beste Baklava. Außerdem gehe ich unheimlich gern an der Panke spazieren, wenn nicht sogar joggen, weil ich mich gerade in einer meiner sportlichen Phasen befinde.

Wie bist Du zum Prime Time Theater gekommen?


Tatsächlich hatte ich vom Prime Time schon viel gehört und kannte einige Fans. Meine erste Vorstellung dort habe ich aber erst nach dem Casting gesehen. Die Atmosphäre ist einzigartig. Eine so perfekte Symbiose zwischen Schauspielern und Publikum konnte ich vorher noch an keinem Theater beobachten. Da hab ich mich gleich noch dreimal mehr gefreut, dass ich nun auch ein Teil davon sein kann.


Wie ist das Casting aus Deiner Sicht abgelaufen, wie hast Du es erlebt?


Ich war sehr glücklich, dass das Casting eine so entspannte Atmosphäre hatte. Es gibt nämlich nichts Schlimmeres, als wenn einen dann alle im Raum ganz konzentriert und angespannt beobachten. Aber hier wurde es mir sehr leicht gemacht, locker zu lassen und ich wurde sogar mit ein paar Lachern und Tränen beschenkt. Selten war ich nach einem Casting noch den ganzen Tag mit Glücksgefühlen behaftet. Das war wirklich schön und ich habe mir auch gleich etwas Hoffnung gemacht, dass es klappt.

Wie hast Du reagiert, als Du die Zusage bekommen hast?


Oliver Tautorat hat mich ja schon ein wenig zappeln lassen (lacht), aber dann kam der erlösende Anruf. Ich war ein bisschen zwischen Tür und Angel, weil ich kurz vor einem Dreh stand – 15 Minuten drauf vor die Kamera musste, aber hauptsächlich fühlte ich mich total erleichtert. Ich hatte mir das wirklich sehr gewünscht.

Das Team hast Du dann ja auch schnell kennengelernt. Wie kommst Du zurecht?


Also, alle sind irgendwas zwischen mega-lustig und völlig wahnsinnig … also genau so, wie ich es mag! Obwohl alle immer locker sind und viel Unsinn machen, spürt man deutlich die Professionalität; und wenn es drauf ankommt, arbeiten alle hochkonzentriert, bis ihnen pünktlich zur nächsten Pause wieder irgendein Blödsinn einfällt. Es gibt auf jeden Fall immer einen Grund zu lachen.

Nun spielst Du ja in „Schöller macht rüber“ die Hertha Schöller. Wie findest Du die Rolle?


Ich finde sie klasse: Hertha Schöller ist eine gestandene Frau, die sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt und mit viel Herzblut und Liebe für ihre Gäste ihre Pension führt. Einen Mann braucht sie nicht, um sich vollkommen zu fühlen, aber wenn mal ein schicker Typ vorbeikommt, hat sie auch nichts dagegen. Ich glaube, die größte Herausforderung bei der Rolle liegt für mich darin, das richtige Maß zwischen Mit-dem-Publikum-spielen und Bei-Hertha-bleiben zu finden und damit den besonderen Prime Time Nerv zu treffen.

Wie hast Du Dich auf das Stück vorbereitet?


Ich bin vor allem eine Text-Streberin. Den kann ich normalerweise ab Tag 1 der Proben in- und auswendig. Nur dann fühle ich mich richtig wohl und frei. Die Verfilmungen und andere Theateraufzeichnungen des „Schöller“-Stoffs wollte ich mir vor der Premiere mit Absicht nicht ansehen, denn ich wollte ganz unvoreingenommen in die Proben gehen. Aber natürlich interessiert mich, was die Kollegen an anderen Theatern und im Film aus dem Stoff gemacht haben.

Worüber freust Du Dich am meisten, was das Prime Time Theater und „Schöller“ betrifft?


Ich denke, dass „Schöller“ eine richtig geile Party wird, zu der jeder eingeladen ist und wir mit dem Publikum an jedem Abend mit dem Gefühl rausgehen, dass wir gerade Silvester mit Feuerwerk und Sektkorkenknallen, cooler Musik und jeder Menge Freunde gefeiert haben.





Foto: Steffi Henn



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